Taijiquan  

   

Waffenformen des Taijiquan

Dass die sanfte Kunst Taijiquan etwas mit Waffen zu tun haben könnte, scheint für Laien eines der vielen seltsamen Rätsel aus

 

Fernost zu sein. Doch in den traditionellen Kampfkünsten - und zu diesen gehört Taijiquan aufgrund seiner Entstehungsgeschichte - sind Kampftechniken und Gesundheitsübungen miteinander verbunden. Jede traditionelle Übung der Kampftechnik enthält auch einen gesundheitlichen Wert.

Wenig erfahrene Lehrer der Kampfkünste (allgemein) trennen Technik als Form von ihrem wichtigen   Inhalt und suchen die Perfektion allein in der Form. Oft wird stabile Gesundheit sogar unabdingbar   vorausgesetzt, da die Art des Trainings dem Körper eher zuviel abverlangt (Verletzungsrisiko) und der   Geist geschädigt wird.

Die heute am weitesten verbreitete Waffe im Taijiquan ist das Schwert. Daneben gibt es u.a. Stock-,   Säbel-, Speer- und Hellebarden- Formen. Die bekannteste neue "Waffe" ist der Fächer. Während im   Wushu-Fächer unter dem Fächer schärfe Spitzen versteckt sind, wird im Taiji mit einem normalen Fächer geübt, der beim Öffnen ein lautes Geräusch erzeugen.

 

Wer es beim Üben schafft, die Prinzipien des Taijiquan in Einklang mit der Waffe zu bringen, der hat einen weiten Schritt nach vorn gemacht. Das Waffentraining verlangt zusätzliche Koordination, denn die Waffe muß mit in die Bewegung einbezogen werden. Es werden andere Muskeln angesprochen, da andere Partien belastet werden. Mit Waffen werden zusätzlich auch die Handgelenke trainiert. Auch die Hüft- und Beinarbeit ist bei manchen Waffen etwas direkter. Insgesamt stellen die Waffenformen eine angenehme und sehr ästhetische Herausforderung für Menschen dar, die Taijiquan als komplettes Systen erlernen und pflegen möchten.

   

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