Taijiquan  

   

Wie wirkt Taijiquan

Taijiquan ist kein esoterisches Wundermittel gegen Krankheiten, aber jedem, der zuschaut oder eine Übungsstunde mitmacht, wird sofort einleuchten: Während des Übens wird die gesamte Muskulatur auf angenehme Weise durchgearbeitet, im Wechsel zu Spannung gebracht und wieder entspannt. Besonders wird die Beinmuskulatur durch die kontinuierliche Beuge- und Streckbewegung der Knie gefordert und damit gekräftigt. Taijiquan ist z.B. für Wintersportler eine ideale Skigymnastik! Als gewichttragende Aktivität - die Beine tragen den Körper- ist Taijiquan ein hervorragendes Mittel, um die Zunahme der Knochenmasse zu begünstigen und so der Oesteoporose entgegenzuwirken. Die Flexibilität des gesamten Bewegungsapparates wird durch die sanfte Art der Bewegungsführung trainiert, und damit verbessert und bewahrt man die Gelenkigkeit der Körpergelenke und die Dehnfähigkeit der Muskulatur.

Tuishou
 
 
Die Grundlage der Partnerübungen des Taijiquans sind die „schiebenden Hände“, das Tuishou“ oder englisch „Push Hands“.

Alle Prinzipien des Taijiquans kommen hier zur Anwendung Man beginnt in einem festen Stand („Dingbu“) und gestaltet den Körperkontakt zum Übungspartner zunächst nur über die Hände und Arme. Über den Impuls des Schiebens sucht man auf der einen Seite das Gleichgewichts des Gegenübers zu kontrollieren. Auf der anderen Seite versucht man anhand des Kontaktes die eigene Sensibilität für die Bewegungen des Partners zu erhöhen, mögliche Angriffe im allerersten Ansatz wahrzunehmen und gegen zusteuern. Was zunächst nur einhändig(dan shou tui shou) geübt wird, findet seine Fortsetzung im beidhändigen Schieben (shuang shou tui shou), im Üben mit Schrittfolgen (huo bu tui shou) bis zum freien Hände schieben (san shou tui shou).

Waffenformen des Taijiquan

Dass die sanfte Kunst Taijiquan etwas mit Waffen zu tun haben könnte, scheint für Laien eines der vielen seltsamen Rätsel aus

 

Fernost zu sein. Doch in den traditionellen Kampfkünsten - und zu diesen gehört Taijiquan aufgrund seiner Entstehungsgeschichte - sind Kampftechniken und Gesundheitsübungen miteinander verbunden. Jede traditionelle Übung der Kampftechnik enthält auch einen gesundheitlichen Wert.

Wenig erfahrene Lehrer der Kampfkünste (allgemein) trennen Technik als Form von ihrem wichtigen   Inhalt und suchen die Perfektion allein in der Form. Oft wird stabile Gesundheit sogar unabdingbar   vorausgesetzt, da die Art des Trainings dem Körper eher zuviel abverlangt (Verletzungsrisiko) und der   Geist geschädigt wird.

Die heute am weitesten verbreitete Waffe im Taijiquan ist das Schwert. Daneben gibt es u.a. Stock-,   Säbel-, Speer- und Hellebarden- Formen. Die bekannteste neue "Waffe" ist der Fächer. Während im   Wushu-Fächer unter dem Fächer schärfe Spitzen versteckt sind, wird im Taiji mit einem normalen Fächer geübt, der beim Öffnen ein lautes Geräusch erzeugen.

   

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